Der Wolf 

Gemeinsam mit NABU unterstützen auch wir eine Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland!

Werden Sie animal aid AWM – Wolf-Engel

Helfen Sie mit, dass Wölfe in Deutschland wieder ein Zuhause finden.

Ihre persönliche Urkunde als Wolf-Engel

Werden Sie Wolf-Engel! Weitere Information und Antrag finden Sie HIER

 

Nach rund 150 Jahren wurden im Jahr 2000 in Deutschland erstmals wieder Wolfswelpen von einer in Freiheit lebenden Wölfin geboren. Die Geburt der Jungwölfe in der sächsischen Oberlausitz war der Beweis, dass sie wieder heimisch geworden sind. Derzeit leben wieder etwa 35 Wölfe in Deutschland.

Ob Wölfe in Deutschland tatsächlich überleben können, steht noch nicht fest. Sie sind vielen Gefahren ausgesetzt, vor allem durch illegale Abschüsse und Straßennetze, die ihren Lebensraum durchschneiden.

Neben einer bundesweiten Kampagne mit Informationen zur Wiedereinwanderung wird ein Netzwerk von NABU-Wolfsbotschaftern aufgebaut. Außerdem setzt sich der NABU für den Erhalt geeigneter Lebensräume des Wolfes ein. 

Helfen auch Sie mit, dem Wolf in Deutschland eine Heimat zu schenken.

 

Mit unserer Aktion Wolf-Engel unterstützen Sie unsere Arbeit, sowie die Arbeit anderer Organisationen, für den Wolf.

Derzeit unterstützen wir den NABU

 

Wenn auch Sie Wolf-Engel werden möchten, füllen Sie einfach dieses Formular aus:


NABU-Aktionsplan Wolf

1. Die Einwanderung begleiten

Um den Wolf ranken sich unendlich viele Mythen, Einbildungen, Phantasien und Vorurteile. Das gilt auch für die Rückkehrer nach Deutschland. Zuverlässige Informationen über die Situation der Wölfe in Deutschland sind daher eine unverzichtbare Voraussetzung, um nicht Gerüchten oder Halbwahrheiten auf zu sitzen. 

Da inzwischen Wölfe durch zehn Bundesländer streifen, arbeitet der NABU an dem Aufbau eines ehrenamtlichen Wolfsbotschaftersystems. Aufgabe ist es, vor Ort Informationen zu den Wölfen und ihrer Lebensweise zu vermitteln sowie direkter Ansprechpartner für die Bevölkerung zu sein. Dabei wird eng mit Wissenschaftlern und amtlichen Naturschützern zusammen gearbeitet.

Ein enger Kontakt zwischen Wolfsbetreuern und Wissenschaftlern ist für den Erfolg der Arbeit eine wichtige Grundlage. Nur so können die vor Ort gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen in die wissenschaftlichen Auswertungen einfließen.


2. Konfliktarme Lebensräume sichern und entwickeln!

Die Erfahrungen mit Wolfsvorkommen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe sich sehr gut an unterschiedliche Lebensräume anpassen können. Die Nähe des Menschen stört sie nicht, wenn Rückzugsgebiete vorhanden sind, in denen sie Ruhephasen verbringen und ungestört ihren Nachwuchs aufziehen können. Ziel muss es daher sein, solche Rückzugsräume zu sichern. Besonders geeignet sind dafür ehemalige und aktive Truppenübungsplätze sowie großflächige Schutzgebiete. 

Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe, so wie viele andere Wildtiere (Reh, Rothirsch, Dachs, Fuchs) auf ihren Wanderungen auch Opfer des Straßenverkehrs werden und so in ihrem Bestand geschwächt werden.

Der NABU

·         setzt sich für ein Netz großräumiger Schutzgebiete als konfliktfreie Rückzugsräume für Wölfe ein

·         hat eigene Schutzgebiete, die sich als Rückzugsräume für die Wölfe eignen

·         wendet sich gegen zusätzliche Zerschneidungen geeigneter Lebensräume für Wölfe und andere große Tiere.

 

 

 

 







 

 

 

3. Vertrauen und Akzeptanz schaffen!

Das Projekt „Willkommen Wolf!“ hat ein breites Spektrum an Angeboten erarbeitet. Schwerpunkte liegen in diesen Themen:

·          Information der Öffentlichkeit durch

- Informationsmaterialen. Erhältlich im NABU Natur Shop

- diversen mobilen Ausstellungen. Ausleihbar bei Julia Degmair, 030-284984-1579

- die Unterstützung bei der Errichtung eines Wolfsmuseums in der Lausitz

- Bereitstellung von Materialien für den Schulunterricht

- Dem Cartoonwettbewerb „Nur gucken, nicht streicheln“. Katalog im NABU Natur Shop

- Einem Mitarbeiter als Ansprechpartner in der Lausitz, Markus Bathen, 0172-6453537

Dabei werden wir durch unserer prominenten Wolfspaten wie Hardy Krüger jr. und Marielle Millowitsch unterstützt.

·         Unterstützung und Organisation von Austausch- und Arbeitstreffen der NABU Aktiven zum Wolf auf bundesweiter Ebene

·         Organisation von Fachveranstaltungen

In einigen Regionen haben sich zudem Aktive NABU Mitglieder zusammengeschlossen, um lokal ihre Arbeit zu koordinieren und Erfahrungen auszutauschen. 

Ziel des NABU ist es, die Bevölkerung für einen bewussten Umgang mit den lange vertriebenen Rückkehrern zu sensibilisieren und die Wölfe nicht als Feind oder Konkurrent, sondern als Bereicherung und als ein Anzeichen für funktionierende Naturräume verstanden werden. Der Wolf ist weder als mythisches Überwesen zu verherrlichen noch als alles bedrohende Bestie zu verteufeln. Er ist ein Beutegreifer, dem seinen Platz in unserer freien Natur wieder zugestanden werden kann.

Weitere Entwicklung
Wer an Wölfe denkt, der denkt automatisch an menschenleere Landschaften Nordamerikas oder Sibiriens. Kaum jemand weiß, dass Wolfsspuren heute vor den Toren Roms und Florenz oder an den Mittelmeerstränden der Toskana gefunden werden können. Auch die Lausitz ist vom Menschen bewohnt und hier bestätigt sich, dass die Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist. Es kann daher als gesichert gelten, dass Wölfe auch in vielen anderen Bundesländern eine Reihe geeigneter Lebensräume vorfinden werden.

Was ist zu tun?
Die Reaktionen auf die Rückkehr der Wölfe in das östliche Deutschland sind überwiegend positiv. Gelegentlich begegnet man den Wölfen aber auch mit Vorbehalten und Sorgen, denn im Gegensatz zu den Bevölkerungen der traditionellen europäischen "Wolfsländer" spielten diese Beutegreifer in den vergangenen Jahrhunderten in den Köpfen der Menschen keine nennenswerte Rolle mehr. Wir Menschen in Deutschland müssen daher - auch als Naturschützer - erst wieder lernen, mit dem Wolf in unserer Nachbarschaft zu leben. Mit dem Aktionsplan Wolf stellt der NABU einen Arbeitsplan vor, der genau dieses Ziel - "Das konfliktarme Zusammenleben von Menschen und Wölfen in Deutschland" - unterstützen will.

Wolfsrüde Rolf ist tot

Nahe Senftenbergs wurde der Vater des Milkeler Rudels überfahren


Wenn dem Rudel ein Ernährer fehlt, ist das
Überleben der Welpen nicht mehr gesichert.
 

17. Januar 2011 - „Rolf“, der Vater des Milkeler Rudels im sächsisch-brandenburgischen Grenzgebiet ist gestern Abend in der Nähe von Senftenberg bei einem Verkehrsunfall getötet worden. Damit fehlt nun schon dem zweiten Wolfsrudel in Deutschland ein Elternteil. Erst im November verlor der Vater des Welzower Rudels auf der Straße sein Leben. Durch einen solchen Verlust steht die Zukunft des gesamten Rudels auf dem Spiel.

Die Rückkehr des einst ausgerotteten Wolfes nach Deutschland gehört zu einer der großen Erfolgsgeschichten im Naturschutz. Die fünf Rudel belegen, dass Wölfe nicht zwingend an ein Leben in der Wildnis gebunden sind, sondern auch die vom Menschen modern genutzte Kulturlandschaft Mitteleuropas ein geeigneter Lebensraum ist. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurde nun schmerzlich bewusst, dass Wölfe auch einen hohen Preis für das Leben in der Kulturlandschaft zahlen müssen. Ihre gut ausgeprägten Sinne schützen sie nicht vollständig vor den Gefahren des Straßenverkehrs. Der fordert unter Wölfen wie unter allen Wildtieren seine Opfer.


Der dreibeinige Rüde des Welzower Rudels
wurde im November 2010 überfahren.

 

Besonders schwer wiegt, dass diesmal wieder ein Elterntier zu Tode gekommen ist. Wölfe leben im monogamen Familienverband. Sollte kein neues Männchen die Vaterrolle übernehmen, wird dieses Rudel zerfallen. Eine ebenfalls so offene Situation besteht derzeit im ehemaligen Welzower Rudel, wo letzten November auch der Vater überfahren wurde. In beiden Rudeln ist akuter Bedarf an wölfischen Junggesellen. Für das Weibchen des Milkeler Rudels kann die Suche nach einem neuen Männchen knapp werden. Sie befindet sich schon in der Vorranz. Das heißt in wenigen Wochen, vielleicht schon Tagen ist Paarungszeit, in der sie eigentlich mit Rolf neue Welpen gezeugt hätte. Es ist sehr fragwürdig, ob sich so rasch ein neues Männchen einfinden kann.

Früher wurde angenommen, dass Wölfe in einer Rangfolge um das Recht der Paarung kämpfen. Diese an in Gefangenschaft gemachten Beobachtungen konnten sich allerdings auf frei lebende Wölfe nicht übertragen lassen. In freier Natur leben Wölfe in Familienverbänden, bei denen die Eltern die einzigen erwachsenen Wölfe sind und ihren Nachwuchs aus zwei Jahren aufziehen.

Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland wurden in sechs Jahren zwölf Tiere durch Verkehrsunfälle getötet. Damit ist in diesem Winter die Anzahl der deutschen Wolfsrudel von sieben auf fünf gefallen. Auch wenn eine Chance bestehen, dass die Lücken durch noch ungebundene Männchen ersetzt werden, gibt es dafür keine Garantie. Dieser hohe Blutzoll zeigt deutlich, wie weit der vom Aussterben bedrohte Wolf davon entfernt ist, einen gesicherten Bestand zu haben.

Quelle und Bilder: NABU

Weitere Informationen, rund um den Wolf, 
auch in unserem Wolf-Blog

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