|
Hessen forciert die Fallenjagd
Zitat:
Lucia Puttrich (CDU), von ihrem ersten Jagderlebnis gemeinsam
mit rund 100 Gästen im Reinhardswald noch immer tief
beeindruckt ("Das war eine große Bereicherung für mich"),
nutzt die Novellierung des hessischen Landesjagdgesetzes um die
Fallenjagd zu forcieren. Die Jagdzeit des Dachses soll von
derzeit 3 auf 7 Monate ausgeweitet werden.
Meister Grimbart, der im vergangenen Jahr durch die
Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres gekürt
wurde, ist nachtaktiv. Mit der herkömmlichen Ansitzjagd ist ihm
kaum beizukommen. Deshalb wird ihm mittels Fallen und der
Baujagd nachgestellt.
Laut Gesetz sind zwar nur "sofort tötende" oder "unversehrt
fangende" Fallen zugelassen, doch zeigen Studien, dass auch der
Einsatz legaler Fallentypen zu übler Tierquälerei führt. Tiere,
die in einer angeblich „unversehrt fangenden“ Kastenfalle
gefangen werden, geraten oftmals in Panik, wenn sich die Falle
schließt. Sie toben umher, verletzten sich selbst oder sterben
an Kreislaufversagen. Totschlagfallen sollen das Tier, welches
den Köder annimmt, dagegen durch den Schlag eines Metallbügels
auf Hals oder Brustkorb töten. Wenn ein Tier die Falle jedoch
mit der Pfote auslöst, führt dies zu Quetschungen und blutigen
Verletzungen bis hin zur Verstümmelung. Häufig beißen sich die
Tiere bei den verzweifelten Versuchen, aus Totschlagfallen zu
entkommen, auch selber die Extremitäten ab, wie Untersuchungen
des Tiermediziners Hans Frey aus Österreich belegen.

Bei der Baujagd werden kleine, aggressive Jagdhunde in den
Dachsbau geschickt, um dort verharrende Tiere den wartenden
Jägern vor die Finte zu jagen. Mutige Füchse oder Dachse lassen
es bisweilen auf einen Kampf mit dem Hund ankommen, der im
schlimmsten Fall für beide Beteiligten tödlich enden kann, meist
aber zumindest zu gravierenden Verletzungen führt. In
Internet-Foren zur Jagd finden sich zahlreiche Bilder übel
zugerichteter Jagdhunde, mit denen Jäger die "Raubwildschärfe"
ihrer Hunde beweisen.
Die hessische Landwirtschaftsministerin kommt mit der
Verlängerung der Jagdzeit auf den Dachs von 3 auf 7 Monate einer
Forderung ihres Landesjagdverbandes nach und begründet eine
intensivere Jagd mit zunehmenden Schäden in der Landwirtschaft.
„Belastbare Daten liegen dem Ministerium weder zu den
Dachsbeständen noch zu vermeintlichen Schäden vor“, sagt Lovis
Kauertz, Mitgründer der Initiative „Schonzeit für Füchse“ und
Betreiber des Tierschutzblogs
http://www.Jagdaberfair.de.
Zitat Ende
animal aid AWM – aktiver Tierschutz unterstützt die Bemühungen
derer, die sich für eine Korrektur dieser Entscheidung einsetzen
Was die Politiker derzeit an „Klientel-Politik“ betreiben,
spottet jeder Beschreibung und kann nicht einfach hingenommen
werden!
Wir sagen NEIN zu diesen Forderungen, die sich einzig und
alleine an den Interessen des Landesjagdverbandes ausrichten!
Diese eMail wird
an die hessische Landwirtschaftsministerin, Lucia Puttrich, verschickt:
|