
Jagd löst keine Probleme - Jagd
schafft sie erst!
Beispiel: Fuchsbestände
Inzwischen ist seit über 20 (!) Jahren durch die Forschung von
Wissenschaftlern wie Labhardt, Zimen(„Geburtenbeschränkung statt
Massenelend“), Harris, Mulder und anderen bekannt, dass erst die
intensive Fuchsbejagung die Reproduktionsraten dieser Tiere
erheblich ansteigen lässt. Eine weitere Bestätigung dafür fanden wir
in einer wissenschaftlichen Reihe, herausgegeben vom Nationalpark
Bayerischer Wald. Hier ist
auf einer Fläche von rund 250 qkm die Jagd auf Beutegreifer
verboten.
"Der geringe Sommerbesatz im Nationalpark
Bayerischer Wald kann auf die niedrigen beobachteten Geheckgrößen
(1,7 Welpen je Wurf) zurückgeführt werden. Die geringe Wurfzahlgröße
ist populationsbiologisch und methodisch zu erklären. Die Ursache
liegt in der Sozialstruktur der hiesigen Fuchspopulationen. Nach den
vorliegenden Ergebnissen handelt es sich um eine stabile
Population, die keinem menschlichen Jagddruck unterliegt und die
in einem Waldhabitat unter schwierigen Bedingungen (Klima, Nahrung,
Baustandorte etc.) lebt. STUBBE (1990) stellte Unterschiede in der
Reproduktivität von Fuchspopulationen zwischen Waldgebieten mit
niedriger Mortalitätsrate und Feld-Wald-Mischgebieten mit hoher
Mortalität fest. Im Wald gibt es signifikant weniger Welpen am Bau
und einen höheren Anteil nicht reproduzierender Fähen. Zudem gelang
der Nachweis von größeren und stabilen sozialen Strukturen in
Waldgebieten.
Grundsätzlich produzieren
wenig bejagte Fuchspopulationen weniger Nachkommen und ihr
Durschnschnitssalter ist höher. Die vorliegenden
Ergebnisse bestätigen sowohl die geringen Populationszahlen in
Waldgebieten als auch eine geringere Reproduktion."
und
„Der Einfluss des Rotfuchses auf bedrohte Arten wird intensiv
und sehr emotional diskutiert. Im Nationalpark Bayerischer Wald ist
die erfolgreich wiederangesiedelte
Auerhhuhnpopulation vom Rotfuchs
nicht gefährdet, es wurden keine Nachweise von Rauhfußhühnern in den
Losungen gefunden. Die Einwirkung auf andere
Niederwildarten schätzen Experten auf weniger als 1%."

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