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Das Kupieren von Schwanz und Ohren ist verboten, aber noch immer werden vielen Hunden die Daumenzehen – auch Daumen-Kralle – ohne medizinische Indikation - amputiert! |
Die Initiative „Daumen dran“ hat eine Kampagne ins Leben gerufen, der wir uns sehr gerne anschließen wollen.
Wir werden aufklären, was mit der Amputation der Daumenzehe bei Hunden verbunden ist und damit ein „dunkles“ Thema aufgreifen, über welches viele Menschen und Hundehalter nicht oder nicht ausreichend informiert sind:
die Amputation der Daumenzehe bei Hunden
Was ist das?
Daumenkralle/-zehe: Vorderbeine
Wolfs-/Afterkralle: Hinterbeine
Auch wenn die Daumenzehe höher angesetzt und nicht so kräftig entwickelt ist wie die restlichen 4 Zehen, so ist sie doch mit dem Fuss durch Nerven, Sehnen und einem Gelenk verbunden und besitzt wichtige Funktionen.
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Helfen Sie mit!
Sehen Sie sich die Beine und Pfoten Ihres Hundes mal an:
Nehmen Sie die Vorderpfoten in die Hand und schauen nach, ob Ihr Hund alle Zehen hat – das heißt: 5 Zehen bzw. 5 Krallen! Hat er nur 4 Krallen und ihm der sog. Daumen an der Innenseite der vorderen Beine fehlt, wurde er vermutlich "kupiert" bzw. amputiert. In diesem Fall möchten wir Sie bitten, das auf diese Liste einzutragen:
Rassensammelliste für Daumen amputierte Hunde
Die präventive Amputation des Daumens scheint bei einigen Züchtern verschiedener Rassen immer noch „Standard“ zu sein und geschieht zumeist ohne Betäubung in den ersten Lebenstagen des Welpen.
Normalerweise sollte dieser Eingriff fachkompetent von einem Tierarzt durchgeführt werden, viele Züchter scheuen jedoch Aufwand und Kosten – ihnen reicht dann eine scharfe Nagelschere, was an Grausamkeit und Schmerz für den Welpen kaum zu überbieten ist!
Auf folgendem Video wird einem 4 Tage alten Welpen die Daumenzehe entfernt. Achtung, nichts für schwache Nerven, und eventuell den Ton leiser drehen.
Laut der Befürworter sind in den ersten Lebenstagen die Nervenbahnen noch nicht voll ausgebildet, deshalb müsste man für derartige Eingriffe nicht betäuben.
Mit dem Entfernen der Daumenzehe nimmt man dem Hund die Möglichkeit, die Funktionen der Zehe zu nutzen. Sei es das Festhalten von Gegenstände (Stöcke, Knochen), oder die normale anatomische Funktion beim Laufen und Rennen (nicht wenige Windhunde haben nach Rennbahnläufen grüne Daumenzehen, in denen Gras hängt).
Außerdem ist das Arthroserisiko nach derartigen Eingriffen signifikant erhöht
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Selbst wenn bei einem Hund eine Daumenzehe zu Verletzungen neigt,
kann man das Verletzungsrisiko erheblich durch Vorsorge minimieren.
Dazu kann man die Pfote tapen und die Kralle stets kurz halten
(feilen, schneiden). Sollte im Einzelfalle aus medizinischen Gründen
tatsächlich eine Amputation eines oder beider Daumen notwendig
werden, so wird diese von einem Tierarzt unter ausreichender
Schmerzausschaltung durchgeführt. Der Tierarzt hat dadurch
die Möglichkeit, die Operation so durchzuführen, dass Spätschäden
auf ein Minimum reduziert werden können.
Unsere Forderung:
1. Die Aufnahme des
Amputationsverbotes der Daumen bei Saugwelpen im
Deutschen Tierschutzgesetz, gleichgestellt der Nennung des
Kupierverbotes für Ruten und Ohren
2. Das Amputationsverbot muss auch in der Zuchtordnungen der
Zuchtverbände verankert werden
und die Wurfabnahme darf nur noch bei nicht
amputierten Würfen durchgeführt wird.
3. Analog zu Ohren- oder Rutenkupierten Hunden muss ein
Ausstellungs- und Sportverbot für Daumenamputierte Hunde
ausgesprochen werden.
weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier:
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