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26.06.2011 "Der Pakt mit dem Panda" Stellungnahme des WWF |
Da der WWF alle öffentlichen Aufnahmen und Film-Beiträge hierzu - beispielsweise bei youtube, etc. löschen ließ, danken wir Fotoservice Kamen für diesen Film-Mitschnitt!
Wir haben - nach der Ausstrahlung der ARD-Sendung - "der Pakt mit dem Panda" folgende eMail geschickt:
Sehr geehrte Damen
und Herren,
viele unserer Mitglieder – wie auch wir – haben die Reportage „der
Pakt mit dem Panda“ am 22.06.11 (ARD) gesehen und waren doch sehr
irritiert über diesen Bericht, der ein ganz neues Licht auf das
Engagement des WWF warf.
Teil 1:
http://www.youtube.com/user/Marspuppsi#p
/a/u/0/Jnqg12v4qJQ
Teil 2:
http://www.youtube.com/user/Marspuppsi#p
/a/u/1/lHV22gYiXME
Auch Ihre Pressesprecherin, die im Anschluss zu den Vorwürfen
befragt wurde, konnte die – in der Reportage gemachten –
Anschuldigungen nicht entkräften, vielmehr hatte sie diese mit ihren
Ausführungen eher noch bestätigt.
Nicht nur wir, auch viele unserer Mitglieder, Freunde und Verwandte
sind durch diese „Enthüllungen“ – nicht nur, was die Spenden
betrifft - verunsichert und wir bitten höflich um eine Stellungnahme
zu dieser ARD-Reportage.
Wir bedanken uns für Ihre Rückmeldung.
Mit den besten Grüßen
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Astrid Möller
Sehr geehrte Frau
Möller,
vielen Dank für Ihre E-Mail, die wir sehr ernst nehmen. Sie beziehen
sich darin auf die kritische TV-Ausstrahlung „Der Pakt mit dem Panda
– was uns der WWF verschweigt“, die am Mittwochabend in der ARD
ausgestrahlt worden ist. Aus Sicht des WWF werden darin unhaltbare
Vorwürfe erhoben. Wir haben die Fakten eingehend geprüft und hängen
Ihnen als Anlage unseren WWF-Fakten-Check an.
Unsere Fakten stützt auch der Historiker Alexis Schwarzenbach, der
die aktuelle Biografie über den WWF veröffentlicht hat und uns in
einer Mail folgende Aussage schreibt:„
Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass der Autor des Films zwar
Ergebnisse meiner Recherchen verwendet hat, in anderen Teilen seines
Films aber bewusst veraltete, für den WWF nachteilige, aber durch
meine Recherchen widerlegte Versionen der WWF-Geschichte erzählt
hat.“
Dokumentarfilmer Wilfried Huismann erhebt unserer Meinung nach in
seiner Reportage drei Kernvorwürfe:
Der WWF unterstützt den Anbau genetisch veränderter Pflanzen.
Der WWF ist käuflich.
Der WWF toleriert die Zerstörung von Regenwald für Agrarflächen.
Zu Vorwurf 1: Der WWF lehnt Gentechnik grundsätzlich ab. Diese
Position des WWF International gilt für alle
WWF-Länderorganisationen. Der WWF kooperiert mit keinem
Gentechnik-Konzern, auch nicht mit Monsanto. Der WWF Deutschland
empfiehlt grundsätzlich nur gentechnikfreies Soja. Das gilt auch für
Soja mit einem RTRS-Zertifikat.
Zu Vorwurf 2: Der WWF ist nicht käuflich. Der WWF verhandelt mit
Unternehmen, um möglichst viel für die Natur zu erreichen. Dabei
haben wir klare Grenzen. Der WWF schließt keine Kooperation, wenn
ein Unternehmen nicht bereit ist, unsere Standards im Umweltschutz
und im Bereich der Nachhaltigkeit zu akzeptieren. Wir kritisieren
wenn nötig Kooperationspartner auch öffentlich. Der Panda trägt
keinen Maulkorb.
Zu Vorwurf 3: Der WWF setzt sich weltweit für den Erhalt der
Regenwälder ein. Es ist hochgradig zynisch zu behaupten, der WWF
würde durch sein Engagement zur Rodung und Zerstörung von wichtigen
Ökosystemen wie etwa den tropischen Regenwäldern beitragen. Für den
Fall, dass in einer Region Plantagen geplant werden und sich diese
nicht mehr verhindern lassen, verlangt der WWF, dass unbedingt
schützenswerte Primär- und Sekundärwälder mit besonders hoher
Biodiversität ausgespart bleiben und die Plantagen auf Brachland
angelegt werden.
Weitere rechtliche Schritte prüfen wir derzeit mit unserem
Rechtsbeistand.
Wie gehen wir weiter vor: Wir haben auf der Internetseite wwf.de
Informationen zusammengestellt, um eine Referenzseite für alle
Anfragen und kritischen Äußerungen anzubieten.
Hier ist der Link:
www.wwf.de/faktencheck
Die Langfassung unseres Fakten-Checks finden Sie unter:
http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/der-pakt-mit-dem-panda-im-faktencheck/
Außerdem werden wir für einen überschaubaren Zeitraum ein Forum
freischalten, in dem sich die Internet-User Luft verschaffen können
und Antworten von uns erhalten. Dieses Forum wird durch Mitarbeiter
der Pressestelle moderiert. Der Infodienst wurde mit einem
abgestimmten Antwortschreiben ausgerüstet.
Im Forum werden wir auch Live-Gespräche mit Vertretern des WWF
Deutschland anbieten. Sollte die Resonanz im Netz ansteigen, werden
wir auch Video-Botschaften von WWF-Mitarbeitern online stellen.
Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an den WWF wende
Herzliche Grüße
Sandra Martin
WWF Infodienst/Fördererbetreuung
Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Tel.: +49 30 311 777-700
Fax: +49 30 311 777-888
Internet:
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