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Augen auf beim Welpenkauf - auch hier in
Deutschland Nicht für jeden Züchter steht das Wohl des Welpen im Vordergrund! |
Eine kleine Vorgeschichte, die uns wieder einmal aufhorchen
ließ
animal
aid
AWM
hatte
sich diesem Hund angenommen und besorgte einen liebevollen
Pflegeplatz mit Betreuung durch
Eines Tages erschien ein junges Pärchen im Tierheim und
interessierte sich für „Sparky“, einen 5-monatigen schwarzen
Schäferhund-Labrador-Mix.. Ein sehr lieber, gelehriger und
bewegungshungriger Junghund, der im Tierheim abgegeben wurde, weil
die Besitzer Zitat: „… „mit ihm überfordert sind“.

Sparky war - seinem Alter entsprechend - sehr lebhaft und
agil, lauf- und spielfreudig. Ein toller Junghund, der sehr
gelehrig war und auch Freude beim Lernen hatte. Es hat auch
uns viel Spaß gemacht, mit Sparky zu arbeiten.
Grundsätzlich werden auch hier im Tierheim Interessenten im Vorfeld
„überprüft“, um festzustellen, ob eine artgerechte Unterbringung
eines Tierheim-Hundes möglich ist, ob genau dieser Hund „der
richtige“ für die Interessenten ist, etc., etc.
Diese Vorabprüfung fand dann auch unangemeldet statt.
Autos standen im Hof und
durch das vorhanglose Fenster konnte man 2 Hunde sehen. Selbst nach
Klingeln blieb die Haustüre zu. Noch vor Ort versuchte man, die
Interessenten telefonisch zu erreichen, was ebenfalls nicht
fruchtete. Man musste also unverrichteter Dinge wieder zurück,
dennoch hatte man einen relativ klaren Eindruck gewonnen, dass ein
dritter Junghund aus dem Tierheim nicht in Frage kommen würde – der
Hof des Anwesens war weder eingezäunt und sah ziemlich „vermüllt“
aus. Überall lagen Werkzeuge, Splitter und Materialien herum, was
für die Hunde bestimmt sehr gefährlich wäre, während sie draußen
herumtobten und die eine oder andere Verletzung nach sich ziehen
könnten.
Ach ja – und dann gab es in diesem Haushalt noch ein Kind von 3
Jahren, welches für einen Junghund sicher noch nicht „standfest“
genug wäre …
Wenige Stunden später riefen wir die Interessenten noch einmal an –
wieder hatten wir niemanden erreicht.
2 Tage später erhielten wir dann einen Anruf der jungen
Interessentin, da sie unseren Anrufversuch auf ihrem Telefon-Display
gesehen hatte.
Sie teilte uns telefonisch in aller Kürze mit, dass sich das mit
„Sparky“ erledigt hätte – sie haben heute vom Züchter einen
8-wöchigen (!) Welpen
gekauft.
Als wir das hörte, überkam uns eine unbändige Wut und ein totales
Unverständnis. Am liebsten wären wir sofort zu diesem „Züchter“
gefahren, der anscheinend nur darauf bedacht ist, seine Welpen
bestmöglich zu Geld zu machen, ohne auch nur einmal zu hinterfragen,
wer die neuen Halter sind und welches Zuhause bzw. Umfeld der Welpe
haben wird. Es wird anscheinend nicht einmal gefragt, ob die neuen
Halter mit dieser Art Rasse umgehen können bzw. ob diese Rasse die
richtige für die neuen Besitzer ist. Kein Hinterfragen, keinerlei
Interesse am weiteren Schicksal dieses Welpen – Hauptsache die Kohle
stimmt.
Ein derartiges Desinteresse und skrupelloses Handeln mit Welpen
stinkt zum Himmel, und wir möchten gar nicht näher darüber
nachdenken, welches Schicksal vielen Welpen, die von solchen
geldgeilen Züchtern“ stammen, ereilt.
In unserem vorliegenden Fall prangern wir an:
- Es ist
viel zu früh, einen Welpen bereits mit 8 Wochen abzugeben
- Das neue
Umfeld des Welpen scheint für diesen Züchter ohne Interesse zu
sein (vermüllter, gefährlicher Innenhof, 2 erwachsene, große
Hunde, ein 3-jähriges Kind – wo bleibt da noch Zeit für den
Welpen?)
- Kein Wort
darüber, welche rassespezifischen Besonderheiten dieser Welpe
mitbringt
- Kein
Gedanke darüber, ob diese Rasse auch zur „Familie“ und den
anderen Hunden passt
- Kein
Interesse daran, ob die beiden vorhandenen Hunde artgerecht
gehalten werden
- Kein Wort darüber, ob die Käufer überhaupt in der Lage sind (finanziell und fachlich) einen Welpen zusätzlich zu halten
Hauptsache: die Kohle
stimmt!
Wir möchten hier sicherlich nicht
allgemein die Hundezüchter angreifen! Die meisten nehmen
Ihre Aufgabe sehr ernst und sprechen mit den Interessenten
bzw. hinterfragen Details und klären über das Wesen ihrer
Hunderasse und deren spezielle Ansprüche auf. Sie haben
Interesse daran, dass ihr Welpe ein hundelebenlanges,
schönes Zuhause mit Familienanschluss bekommt!

Daran kann man verantwortungsvolle Züchter erkennen
Wir appellieren an alle, die planen, einen Welpen bei einem Züchter
zu kaufen, sich diesen Züchter genauestens anzusehen:
- Wie
werden die Hunde und Welpen gehalten,
- Ist das
Muttertier bei den Welpen
- Sehen
Hunde und Welpen gepflegt und gesund aus
- Sind die
Welpen neugierig und aufgeschlossen oder eher ängstlich
-
Hinterfragt der Züchter Ihre Wohnverhältnisse und Ihre Zeit
-
Beantwortet er Ihre Fragen ohne Ausreden und Ausflüchte
- Übt der
Züchter auch beratende Funktion aus
- Erklärt
er Ihnen rassespezifische Merkmale
- Werden
die Hunde geimpft mit Impfpass übergeben
- Weist der
Züchter auf bevorstehende Impfungen hin
- Ab
welchem Alter werden die Welpen abgegeben. Vernünftig ist eine
ausreichend lange Zeit von 12 Wochen.
Dies sind nur grobe Hinweise, ob es sich um einen seriösen
Züchter handelt oder um einen, der in seinen Welpen nur den
finanziellen Aspekt im Vordergrund sieht.

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