|
|
Mein Tier hat
Fieber: Was muss ich tun und soll man Fieber bekämpfen? |
Schon alleine das Wort Fieber lässt häufig alle
Alarmglocken läuten! Ist denn Fieber wirklich so gefährlich?
Viren, Bakterien aber auch beispielsweise Hitzschlag,
körperliche Überanstrengung, Medikamente oder Tumore erzeugen
Pyrogene, also Stoffe, die die Temperatur des Körpers steigern
lassen. Genauer gesagt bewirken sie, dass im Hypothalamus – dort
wird die Körpertemperatur reguliert – das Sollwert erhöht wird.
Anstelle der normalen Temperatur (bei Hunden 38° bis 39° je nach
Größe) soll jetzt eine höhere Körpertemperatur produziert werden.
Wenn Sie das Thermostat Ihrer Heizung hochdrehen, werden die
Heizkörper wärmer, bis die von Ihnen gewünschte Temperatur erreicht
wird. Ähnlich strengt sich der Organismus an, die neuen Vorgaben der
Temperaturregulierungszentrale zu erfüllen. Die Hautgefäße verengen
sich, es gelingt weniger Wärme nach außen. Da die Körperoberfläche
kalt wird, kann Zittern entstehen. Diese Muskelkontraktionen
erzeugen ihrerseits auch wieder Wärme.
Fieber ist nicht die Ursache einer Erkrankung sondern die gesunde
Reaktion darauf. Es ist also logisch, dass Fieber nicht zwangsläufig
gesenkt werden sollte. Eine künstliche Senkung stört die
körpereigene Abwehr in hohem Maße, und die Erkrankung – also die
eigentliche Ursache des Fiebers – kann nicht wirksam bekämpft
werden.
Es ist übrigens vollkommen normal, dass ein Fieberzustand mehrere
Tage andauert: Wichtig ist, dass sich der Allgemeinzustand des
Tieres dabei kontinuierlich bessert. Bleiben Fieber und Zustand
unverändert, ist das ein Zeichen, dass der Organismus nicht in der
Lage ist, die Erkrankung alleine zu bekämpfen. Hier sind
(alternativ-)medizinische Schritte erforderlich. Bei alten und
schwachen Tieren sollte von vorne herein über eine Fiebersenkung
nachgedacht werden, da die Erhöhung der Temperatur den Organismus
sehr anstrengt.
Maßnahmen bei Fieber
-
Während des Fiebers brauchen die Tiere viel Wärme: Dies sollte unbedingt unterstützt werden, so verbrauchen sie weniger eigene Energie, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen und somit die Abwehr in Gang zu setzen.
-
Bei Fieber sollten die Tiere viel trinken. Wenn sie es nicht von alleine tun, sollte ein Hautaustrocknungstest regelmäßig durchgeführt werden. (Haut zwischen 2 Fingern nehmen und wieder loslassen: Die Haut sollte sehr schnell zurückgehen).
-
In der Regel haben die Tiere keinen Appetit und sollten auch nicht zum Fressen gezwungen werden. Die Verdauung verbraucht sehr viel Energie, die jetzt an anderer Stelle dringender benötigt wird.
-
Was Tiere im Fieber am meisten brauchen, ist ein ruhiges warmes Plätzchen, eine Art Höhle, in der sie sich zurückziehen können. Und versuchen Sie, ihre liebevolle Fürsorge ein ganz wenig zu bremsen: Viel Ruhe ist hier die beste Medizin!
nach oben oder zurück
Teilen Sie diese Seite
Share



