Gänsestopfleber oder Gänseleber-Produkte

Mehrmals täglich werden Gänsen, wie auch Enten, maschinell mit Druckluft mit einer Metallröhre, die bis in den Magen geschoben wird, zwangsgestopft. Diese äußerst qualvolle und schmerzhafte Prozedur wird so lange wiederholt, bis die Leber der Tiere eine krankhaft veränderte Größe erreicht hat. Dann geht es zum Schlachten - falls die Tiere diese Qual überlebt haben

Verbraucher können auch beim „Festtagsschmaus“ darauf achten, was auf den Tisch kommt – vor allem aber auch darauf, wie die „Delikatesse“ entstanden ist.

Ein schlimmes Bespiel für Tierquälerei sind die Gänsestopfleber und Gänseleber-Produkte, bei deren "Herstellung" den betroffenen Tieren große Qualen zugefügt werden. In Deutschland ist das Stopfen von Tieren zwar verboten, was den Handel und die Gastronomie jedoch nicht daran hindert, Gänse- oder Entenstopfleberprodukte überwiegend aus Frankreich und Ungarn zu importieren. Diese werden z.B. unter "Foie Gras" (fette Leber) angeboten.

Der Verbrauer weiß oft nicht, auf welch’ zweifelhaften Genuss er sich beim Verzehr derartiger Produkte einlässt!
Die vermeintliche Delikatesse ist ein hochgradig krankhaft verändertes Organ. Es entsteht durch eine Zwangsmast, bei der den Tieren, die an den Schwimmhäuten angebunden in engen Gitterkäfigen stehen, täglich mehrmals ein langes Rohr gewaltsam bis in den Magen geschoben und dann Futterbrei maschinell direkt in den Magen gepumpt wird. Hierbei werden die Gänse oder Enten in kurzer Zeit mit großen Futtermengen gestopft, die sie natürlicherweise nicht zu sich nehmen würden.

Diese dem Tierschutz widersprechende Form der Zwangsmast führt zu einer krankhaften Leberverfettung, bei der das Organ in nur wenigen Wochen auf ein Gewicht von 1.000 Gramm und mehr anschwillt. Das entspricht dem zehnfachen Gewicht einer gesunden Leber.

Die Tiere leiden so nicht nur durch die Zwangsfütterung, sondern auch dadurch, dass die unnatürlich größer werdende Leber auf die anderen Organe drückt; Atemnot, Herz- und Nierenversagen sind oft die Folge. Verletzungen der Speiseröhre und Knochenbrüche durch das gewaltsame Stopfen kommen hinzu.

Nicht nur Stopfmast, sondern auch Lebendrupf
Unlängst berichteten zudem deutsche Medien über ebenfalls EU-rechtswidrige Praktiken, bei denen im europäischen Ausland lebenden Gänsen bis zu zwei Mal die Daunen für die Herstellung von Decken oder Kleidung ausgerissen werden, bevor sie anschließend noch das Martyrium des Stopfens erleiden müssen. Dieses Vorgehen, das den wehrlosen Tieren also noch vor der Zwangsmast unvorstellbares Leid verursacht, ermöglicht eine noch bessere wirtschaftliche Verwertung des Geflügels.

Bitte überlegen auch Sie beim Kauf von Gänse- oder Entenleberprodukten, ob dieser „Genuss“ ein derartiges Leid und derartiges Qualen der Tiere aus der Stopfleberindustrie rechtfertigt.
Weiterhin sollten Verbraucher bedenken, dass es sich um krankhaft veränderte Organe handelt und keinesfalls um ein gesundes Lebensmittel!

Wir bitten darum, auf Gänse- und Entenleber-Produkte gänzlich zu verzichten, da die Herstellung dieser zweifelhaften Delikatesse mit unendlichem Leid für die Tiere verbunden ist.
Klären Sie auch sogenannte "Feinschmecker" in Ihrem Umfeld auf, was es mit dieser "Delikatesse" auf sich hat.




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