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Fleisch gehört zu unserer Ernährung
- der Mensch braucht Fleisch, um gesund zu bleiben! Wie sehen neue Erkenntnisse aus? |
Während landläufig noch immer die Meinung kursiert, dass Fleisch ein
wichtiger Bestandteil der Ernährung sei, kommen zahlreiche
wissenschaftliche Publikationen zu einer völlig anderen
Einschätzung: Weltweit haben Studien ergeben, dass Fleisch für die
Ernährung nicht nur überflüssig ist, sondern sogar die Gesundheit
schädigen kann.
Interview von
www.vegetarisch-geniessen.commit Dr. med. Hans-Günter Kugler,
Ärztegesellschaft zur Förderung der
vegetarischen Ernährung e.V.,
www.fleisch-macht-krank.de
Ve g: Herr Dr. Kugler, macht Fleischessen krank?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Fleisch ist erwiesenermaßen für den
Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht,
Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw.
mitverantwortlich. Auch auf die Gehirntätigkeit hat Fleisch neuesten
Studien zufolge einen negativen Einfluss: Das Risiko, an Alzheimer
zu erkranken, ist für Fleischesser mehr als doppelt so groß wie für
Vegetarier. Einige Ärzte und Ernährungsexperten gehen daher so weit,
Fleisch nicht länger zu den Lebensmitteln zählen zu wollen, sondern
es unter Genussmittel wie Alkohol oder Tabak einzustufen.
Ve g: Wie kommt es zu dieser völlig neuen Einschätzung des
Fleischkonsums? Schließlich wurde Fleisch noch vor Jahren als ein
Stück Lebenskraft gerühmt!
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Der wissenschaftliche Stand hat sich
schlichtweg weiterentwickelt, und die Fakten sprechen für sich.
Anders ausgedrückt: Die Erde ist keine Scheibe - und Fleischessen
macht krank!
Ve g: Fördert der Fleischkonsum Osteoporose?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Ja. Fleisch und Fisch enthalten -
anders als pflanzliche Lebensmittel - durchschnittlich mehr Phosphor
als Calcium. Um dieses Verhältnis auszugleichen, setzt der Körper
Calcium aus den Knochen frei, was die Knochenstruktur schädigt und
das Osteoporose-Risiko erhöht.
Vor allem bei Jugendlichen ist das fatal, denn durch den hohen
Fleischkonsum wird weniger Knochenmasse aufgebaut. Speziell die
Kombination Fleisch und Cola ist kritisch, da Cola ebenfalls sehr
phosphatreich ist. Hinzu kommt: Beim Abbau der tierischen Nahrung
entstehen im Körper Säuren, die ebenfalls die Knochenstruktur
schädigen. Die meisten Hüftfrakturen treten in Ländern auf, in denen
der Konsum tierischer Proteine sehr hoch ist.
Ve g: Welche weiteren gravierenden Krankheiten werden durch
Fleischkonsum gefördert?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Mit dem Fleischkonsum verknüpft ist
auch der in unserer westlichen Zivilisation immer häufiger
auftretende Krebs: Das Braten, Kochen und Grillen von Fleisch und
Fisch erzeugt heterozyklische Amine, die an der Entstehung von
Darmkrebs beteiligt sind und auch den Herzmuskel schädigen.
Ve g: Gibt es internationale Forschungsergebnisse, die
belegen, dass der Fleischkonsum Krebs fördert?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Das National Institute for Health
(NIH), die größte medizinische Forschungseinrichtung der Welt,
stellte im Jahr 2001 ein erhöhtes Krebsrisiko durch den Verzehr von
rotem Fleisch (Rindfleisch, Schweinefleisch...) fest. Und einer
Publikation der Universität Buenos Aires zufolge gehören Uruguay und
Argentinien, die beiden größten Rindfleischkonsumenten der Welt, zu
den Ländern mit der höchsten Brust- und Darmkrebsrate.
Ve g: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und dem
Konsum von Fleisch?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Auch bei der Zuckerkrankheit ist ein
Zusammenhang mit dem Fleischkonsum nicht zu leugnen: Generell sind
in tierischen Fetten vorwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten. Wie
mehrere Studien gezeigt haben, können gesättigte Fettsäuren die
Aktivität der Insulinrezeptoren im Körper vermindern. Langfristig
erhöht sich der Insulinspiegel, was ein Risikofaktor für Diabetes
mellitus, für koronare Herzerkrankungen und für manche Tumorarten
ist.
Eine große Zahl von Studien in den Jahren 2001 und 2002, z.B. der
Universitäten in Toronto, Upsala, Otago oder der Harvard medical
School in Boston, haben diese verhängnisvolle Verbindung von
Fleischkonsum und Diabetes deutlich gemacht.
Ve g: Welche weiteren gravierenden Krankheiten werden durch
Fleischkonsum gefördert?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Mit dem Fleischkonsum verknüpft ist
auch der in unserer westlichen Zivilisation immer häufiger
auftretende Krebs: Das Braten, Kochen und Grillen von Fleisch und
Fisch erzeugt heterozyklische Amine, die an der Entstehung von
Darmkrebs beteiligt sind und auch den Herzmuskel schädigen.
Ve g: Wie sieht es aus mit Neurodermitis?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Fleisch fördert entzündliche
Hauterkrankungen, z.B. Neurodermitis, aber auch Dünn- und
Dickdarmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis) sowie Asthma,
chronische Bronchitis und Gelenkentzündungen wie Arthritis, Rheuma
und Gicht. Es ist die in Fleisch und Wurst enthaltene
Arachidonsäure, die im Körper die Bildung von Entzündungsstoffen
anregt.
Ve g: Spielt Fleisch auch eine Rolle bei Herzerkrankungen?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Ja, auch für’s Herz empfiehlt sich die
fleischlose Kost: Internationale Studien zeigen, dass das
Herzinfarktrisiko bei Männern umso größer ist, je mehr Hämeisen
zugeführt wird, welches in rotem Fleisch vorkommt.
Ve g: Wie wirkt sich Fleischkonsum auf das Gehirn aus?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Wer möglichst lange einen klaren Kopf
behalten möchte, sollte den medizinischen Erkenntnissen zufolge auf
vegetarisch umstellen: Denn Cholesterin und gesättigte Fettsäuren,
wie sie im Fleisch vorkommen, erhöhen das Risiko für
Demenzerkrankungen wie z.B. die Alzheimer-Erkrankung. Verglichen
wurden z.B. in Amerika lebende Afrikaner mit Afrikanern, die in
Nigeria leben. Dabei zeigte sich für die in Amerika lebenden
Afrikaner ein 2,4fach höheres Alzheimer-Risiko. Ein Hauptgrund für
diesen Unterschied dürfte in der Ernährungsweise der beiden
Bevölkerungsgruppen liegen. Denn Nigerianer ernähren sich
überwiegend vegetarisch, während Amerikaner größtenteils den
»Western-Diet«-Ernährungsstil pflegen - mit einer hohen Zufuhr von
Fleisch, Wurst, Milchprodukten und raffinierten Kohlenhydraten.
Ve g:Welches Echo haben nun die zahlreichen Erkenntnisse der
Wissenschaft über die Risiken des Fleischkonsums hervorgerufen?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Erschreckenderweise fast gar keines. Zu
gerne halten viele Ärzte an den veralteten Lehrsätzen fest, um die
eigenen Essgewohnheiten beibehalten zu können. Schade!
Ve g: Ist es nicht geradezu fahrlässig, wenn entsprechende
Empfehlungen oder Warnungen von Seiten der Hausärzte ausbleiben? Wo
sind die Aufklärungskampagnen an Schulen, wo die flächendeckende
Entlarvung des Fleisch-Mythos durch die Medien? Weshalb wird die
Verköstigung in Krankenhäusern oder Kindertagesstätten nicht auf
fleischlos umgestellt?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Das ist richtig. Wir spielen mit
unserer Gesundheit und mit der unserer Kinder, wenn den Fakten keine
Taten folgen.
Ve g: Wie sehen Sie die Zukunft für Fleischesser?
Dr. med. Hans-Günter Kugler: Fest steht: Die Zukunft ist
vegetarisch! Wer noch immer meint, Fleisch sei ein wichtiger
Bestandteil der Ernährung und gar gesund, der muss sich den Vorwurf
gefallen lassen, nicht mehr auf dem aktuellen wissenschaftlichen
Stand zu sein.
Der Zukunftsforscher Matthias Horx prophezeit, dass die Zeit kommen
wird, in der Fleisch von getöteten Tieren nur noch in geheimen
Restaurants verzehrt werden wird - zu horrenden Preisen... Wie lange
diese Entwicklung dauern wird, liegt wieder einmal an uns, den
»Verbrauchern«, den Essern also. Übrigens wird uns nicht nur unsere
eigene Gesundheit den Abschied von Schnitzel, Burger & Co danken:
Auch die Abermillionen Tiere, die durch unsere Essgewohnheiten in
Massenställe gepfercht ein qualvolles, kurzes Leben fristen und
eines ebenso qualvollen Todes sterben, werden es uns danken! Auch
die Natur wird es uns danken, Der Regenwald wird es uns danken, und
die Menschen in den armen Ländern werden es danken: Allein wenn die
westlichen Nationen ihren Fleischkonsum um nur 10% reduzieren
würden, müsste kein Mensch auf dieser Erde mehr verhungern.
Ve g: Herr Dr. Kugler, vielen Dank für das Interview!
Quellen:
www.vegetarisch-geniessen.com
www.fleisch-macht-krank.de
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