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Hamburg will neuen Anlauf für
Wildtierverbot im Zirkus |
Hamburg — Hamburg will im Bundesrat einen neuen Anlauf für ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen starten. Der Senat habe beschlossen, eine entsprechende Initiative in die Länderkammer einzubringen, erklärte die zuständige Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) in der Hansestadt. Das Verbot ziele auf bestimmte wildlebende Tierarten wie Affen, Elefanten, Giraffen oder Nashörner, die nach Auffassung des Senats in Zirkussen nicht artgerecht gehalten werden könnten.
Diese und andere Wildtierarten wie Flusspferde oder Großbären hätten einen "ausgeprägten körperlichen Bewegungsdrang" und außerdem ein "hochentwickeltes Sozialverhalten", erklärte Prüfer-Storcks. Sie in Zirkussen artgerecht zu halten sei aufgrund der Mobilität der Betriebe nicht möglich. "Durch die engen Käfige oder Fahrt-, Auf- und Abbauzeiten fehlt den Tieren die artgerechte Bewegung." Die entstehenden Leiden könne nur ein bundesweites Verbot beenden.
Der Bundesrat hatte die Bundesregierung bereits 2003 in einer gemeinsamen Entschließung aufgefordert, ein bundesweites Haltungsverbot für Wildtiere in Zirkussen zu erlassen. Bislang hat das Verbraucherschutzministerium in Berlin trotz wiederholter Aufforderungen aus den Bundesländern und von Tierschützern aber keine derartige Rechtsverordnung erarbeitet. Hamburg will die Regierung mit seinem Vorstoß nach Angaben von Prüfer-Storcks bitten, dies "unverzüglich" nachzuholen. Die Vorschrift solle die Haltung bestimmter Wildtiere generell verbieten, allerdings eine Übergangsregelung für vorhandene Tiere vorsehen.
Derartige Entwürfe wurden von der CDU/CSU immer wieder blockiert, weshalb es bis heute noch kein bundesweites Verbot von Wildtieren in Zirkusbetrieben gibt!
Fordern Sie diese Politiker auf, einem solchen Gesetz zuzustimmen und die Entwürfe nicht mehr zu blockieren:
Hier geht es zum eMail-Protest
Die Zirkusbetreiber, die europaweit in der European Circus Association (ECA) zusammengeschlossen sind, weisen den Vorwurf nicht artgerechter Haltung zurück und gehen auch rechtlich gegen Haltungsverbote vor, wie sie in anderen EU-Ländern wie Österreich bereits gelten. Europäische Zirkusse müssten das Recht haben, "gut gepflegte Tiere unter optimalen Tierschutzbedingungen zu präsentieren", erklärte die ECA. in einer Mitteilung zu dem Thema vom Juni.
Dass die ECA die Vorwürfe zurückweist, war – wie immer – abzusehen.
Wir müssen nicht diskutieren, dass die Vorwürfe vieler Tierschützer absolut berechtigt sind, und die Wildtiere in Zirkusbetrieben ein nicht artgerechtes Leben führen können und dürfen.
Weitere Informationen zum Leben der Wildtiere in Zirkusbetrieben finden Sie HIER
animal aid AWM – aktiver Tierschutz begrüßt und unterstützt den Vorstoß des Hamburger Senats, das Thema „Wildtierverbot in Zirkusbetrieben“ aktiv aufzugreift und umzusetzen! Danke Hamburg!
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