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In Frankfurt entstehen mehrere neue Tierversuchslabore.
In dem 200 Millionen Euro teuren Strüngmann-Institut, das die
Gründer von Hexal, Andreas und
Besonders beliebte Forschungs„objekte“ sind Affen und Katzen. Als
Standort sind die Räume des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung
(MPI) auf dem Niederräder Klinikumsgelände vorgesehen. Dort sind
praktischerweise Einrichtungen für die Haltung von Affen und Katzen
bereits vorhanden. Leiter soll Wolf Singer werden, Direktor am MPI
für Hirnforschung.
Das MPI zieht in ein neues Gebäude auf den Campus Riedberg, wo
ebenfalls die Haltung von Affen und Katzen für Tierversuche
vorgesehen ist. Geplant ist zudem ein neues Tierversuchslabor der
Goethe Universität in Frankfurt-Niederrad.
Tierexperimentator Singer weist bereits eine lange Liste an
qualvollen Hirnversuchen an u.a. Katzen und Affen auf, was erahnen
lässt, welche Torturen die Tiere im Dienst der Forschung zum
angeblichen Wohle der Menschheit in dem neuen Institut erwartet.
Medizinisch sind diese Experimente für den Menschen vollkommen
nutzlos, die Tiere werden zur reinen Befriedigung des Forscherdrangs
missbraucht.

Um der Frage nachzugehen, wie sich bei Affen die Nervenzellen im
Gehirn beim Sehvorgang verhalten, wird mittels Stahlschrauben und
Dentalzement ein Kopfhalter auf dem Schädel befestigt, eine
Messkammer in das Schädeldach sowie Messelektroden in das Gehirn
implantiert. Der Kopf des unbetäubten Affen wird danach so fixiert,
dass keine freie Bewegung möglich ist. Der Affe muss bei Erscheinen
eines Lichtreizes einen Knopf drücken. Wenn die Reaktion dem
Forscherwunsch entspricht, erhält der Affe einen Tropfen Fruchtsaft.
Außerhalb der Experimente bekommen die Tiere so wenig zu trinken,
dass sie aus Durst tun, was von ihnen verlangt wird. Nachdem die
Messungen durch die erste Messkammer beendet sind, wird ein weiterer
Zylinder über der anderen Hirnhälfte implantiert und es werden
erneut Messungen durchgeführt.
Institut: Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/M.
Autoren: Andreas K. Kreiter, Wolf Singer
Quelle: Journal of Neuroscience 1996: 16(7), 2381-2396
Weitere Versuche sind unter www.datenbank-tierversuche.de
dokumentiert.

Um die Nervenaktivitäten in der Sehrinde von Katzen zu ergründen,
werden zwei erwachsene Katzen nicht genannter Herkunft verwendet.
Die Tiere werden anästhesiert und medikamentös gelähmt. Die Augen
werden mit Kontaktlinsen auf einen Bildschirm gerichtet, auf dem
bewegliche Kurven gezeigt werden. Ein Loch wird in den
Schädelknochen gebohrt und eine Messsonde in einen bestimmten
Bereich des Hirngewebes eingeführt. Es werden Messungen an 32
Stellen des Gehirns vorgenommen, während die Katze auf den Monitor
blickt.
Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht beschrieben.
Institute: Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/M.;
Klinik für Neurologie, Goethe-Universität, Frankfurt/M.; Frankfurt
Institute for Advanced Studies (FIAS), Frankfurt/M.
Autoren: Martha N. Havenith, Ajmal Zemmar, Shan Yu, Simon M.
Baudrexel,
Wolf Singer, Danko Nikolic
Quelle: Neuroscience Letters 2009: 450, 296-300
Weitere Versuche sind unter
www.datenbank-tierversuche.de
dokumentiert.
Versuchsbeschreibung Katzen
Unter dem Vorwand, neurodegenerative Erkrankungen des Menschen wie
Parkinson oder Alzheimer heilen zu wollen, werden die abstrusesten
Tierversuche durchgeführt. Zu den besonders qualvollen Experimenten
zählen Eingriffe am Gehirn. Dies ist nicht nur ethisch nicht
vertretbar. Seit mehr als fünfzehn Jahren wird Grundlagenforschung
am Affenhirn an zahlreichen Instituten in Deutschland und weltweit
betrieben, ohne dass sie irgendeinen medizinischen Fortschritt
erbracht hat. Im Gegenteil: Tierversuche blockieren die Anwendung
tierversuchsfreier, am Menschen orientierter Verfahren und bergen
die Gefahr falscher oder nicht in die klinische Praxis umsetzbarer
Rückschlüsse.
Warum Hirnversuche am Tier irrelevant für den Menschen sind
Im Sinne einer guten Medizin muss auf den Menschen bezogenen
Verfahren der Vorrang gegeben werden. Bei bildgebenden Verfahren,
wie der Computer- und der Magnetresonanztomographie, lässt sich das
Gehirn von gesunden und kranken Menschen sowie seine Funktionen
dreidimensional detailgenau darstellen. Die Forschung an Zellen aus
menschlichen Hirntumoren, wie sie bei Operationen anfallen, bietet
beste Voraussetzungen, um Therapien zu entwickeln. Die
Wechselbeziehung zwischen Hirnzellen und die Signalweiterleitung
funktionieren im Zellsystem wie im lebenden Organismus, können
jedoch ohne Tierleid erforscht werden. Die Kombination verschiedener
solcher Verfahren liefert eine Fülle an wertvollen Erkenntnissen.
Dies trägt zur wirklichen medizinischen Wissenserweiterung über
Organfunktionen, Abläufe im Gehirn und Krankheiten des Menschen bei.
Althergebrachte Hirnforschung an Tieren, die dem reinen
Forscherdrang der Experimentatoren
dient und ohne jede klinische Relevanz ist, darf in unserer modernen
Gesellschaft keinen Platz haben. Den Möglichkeiten neuer
Technologien, der Zellforschung und der gezielten Untersuchung
gesunder und kranker Menschen muss Vorrang gegeben werden.
Quelle und weitere Information:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
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