In Frankfurt entstehen mehrere neue Tierversuchslabore.
In dem 200 Millionen Euro teuren Strüngmann-Institut, das die Gründer von Hexal, Andreas und Thomas Strüngmann, gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft ins Leben rufen, soll die Funktionsweise des Gehirns untersucht werden.

Besonders beliebte Forschungs„objekte“ sind Affen und Katzen. Als Standort sind die Räume des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung (MPI) auf dem Niederräder Klinikumsgelände vorgesehen. Dort sind praktischerweise Einrichtungen für die Haltung von Affen und Katzen bereits vorhanden. Leiter soll Wolf Singer werden, Direktor am MPI für Hirnforschung.

Das MPI zieht in ein neues Gebäude auf den Campus Riedberg, wo ebenfalls die Haltung von Affen und Katzen für Tierversuche vorgesehen ist. Geplant ist zudem ein neues Tierversuchslabor der Goethe Universität in Frankfurt-Niederrad.

Tierexperimentator Singer weist bereits eine lange Liste an qualvollen Hirnversuchen an u.a. Katzen und Affen auf, was erahnen lässt, welche Torturen die Tiere im Dienst der Forschung zum angeblichen Wohle der Menschheit in dem neuen Institut erwartet.

Medizinisch sind diese Experimente für den Menschen vollkommen nutzlos, die Tiere werden zur reinen Befriedigung des Forscherdrangs missbraucht.

 

Um der Frage nachzugehen, wie sich bei Affen die Nervenzellen im Gehirn beim Sehvorgang verhalten, wird mittels Stahlschrauben und Dentalzement ein Kopfhalter auf dem Schädel befestigt, eine Messkammer in das Schädeldach sowie Messelektroden in das Gehirn implantiert. Der Kopf des unbetäubten Affen wird danach so fixiert, dass keine freie Bewegung möglich ist. Der Affe muss bei Erscheinen eines Lichtreizes einen Knopf drücken. Wenn die Reaktion dem Forscherwunsch entspricht, erhält der Affe einen Tropfen Fruchtsaft.

Außerhalb der Experimente bekommen die Tiere so wenig zu trinken, dass sie aus Durst tun, was von ihnen verlangt wird. Nachdem die Messungen durch die erste Messkammer beendet sind, wird ein weiterer Zylinder über der anderen Hirnhälfte implantiert und es werden erneut Messungen durchgeführt.

Institut: Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/M.
Autoren: Andreas K. Kreiter, Wolf Singer
Quelle: Journal of Neuroscience 1996: 16(7), 2381-2396
Weitere Versuche sind unter www.datenbank-tierversuche.de dokumentiert.



Um die Nervenaktivitäten in der Sehrinde von Katzen zu ergründen, werden zwei erwachsene Katzen nicht genannter Herkunft verwendet. Die Tiere werden anästhesiert und medikamentös gelähmt. Die Augen werden mit Kontaktlinsen auf einen Bildschirm gerichtet, auf dem bewegliche Kurven gezeigt werden. Ein Loch wird in den Schädelknochen gebohrt und eine Messsonde in einen bestimmten Bereich des Hirngewebes eingeführt. Es werden Messungen an 32 Stellen des Gehirns vorgenommen, während die Katze auf den Monitor blickt.

Das weitere Schicksal der Katzen wird nicht beschrieben.

Institute: Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/M.; Klinik für Neurologie, Goethe-Universität, Frankfurt/M.; Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Frankfurt/M.
Autoren: Martha N. Havenith, Ajmal Zemmar, Shan Yu, Simon M. Baudrexel,

Wolf Singer, Danko Nikolic
Quelle: Neuroscience Letters 2009: 450, 296-300
Weitere Versuche sind unter

www.datenbank-tierversuche.de dokumentiert.

Versuchsbeschreibung Katzen

Unter dem Vorwand, neurodegenerative Erkrankungen des Menschen wie Parkinson oder Alzheimer heilen zu wollen, werden die abstrusesten Tierversuche durchgeführt. Zu den besonders qualvollen Experimenten zählen Eingriffe am Gehirn. Dies ist nicht nur ethisch nicht vertretbar. Seit mehr als fünfzehn Jahren wird Grundlagenforschung am Affenhirn an zahlreichen Instituten in Deutschland und weltweit betrieben, ohne dass sie irgendeinen medizinischen Fortschritt erbracht hat. Im Gegenteil: Tierversuche blockieren die Anwendung tierversuchsfreier, am Menschen orientierter Verfahren und bergen die Gefahr falscher oder nicht in die klinische Praxis umsetzbarer Rückschlüsse.

Warum Hirnversuche am Tier irrelevant für den Menschen sind

Im Sinne einer guten Medizin muss auf den Menschen bezogenen Verfahren der Vorrang gegeben werden. Bei bildgebenden Verfahren, wie der Computer- und der Magnetresonanztomographie, lässt sich das Gehirn von gesunden und kranken Menschen sowie seine Funktionen dreidimensional detailgenau darstellen. Die Forschung an Zellen aus menschlichen Hirntumoren, wie sie bei Operationen anfallen, bietet beste Voraussetzungen, um Therapien zu entwickeln. Die Wechselbeziehung zwischen Hirnzellen und die Signalweiterleitung funktionieren im Zellsystem wie im lebenden Organismus, können jedoch ohne Tierleid erforscht werden. Die Kombination verschiedener solcher Verfahren liefert eine Fülle an wertvollen Erkenntnissen. Dies trägt zur wirklichen medizinischen Wissenserweiterung über Organfunktionen, Abläufe im Gehirn und Krankheiten des Menschen bei. Althergebrachte Hirnforschung an Tieren, die dem reinen Forscherdrang der  Experimentatoren dient und ohne jede klinische Relevanz ist, darf in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz haben. Den Möglichkeiten neuer Technologien, der Zellforschung und der gezielten Untersuchung gesunder und kranker Menschen muss Vorrang gegeben werden.


Quelle und weitere Information: Ärzte gegen Tierversuche e.V.



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