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„Ich liebe Pelz – nichts hat mehr Glamour“
Bei Modedesigner Julien
Macdonald laufen Tierschützer Sturm. An seinen Fashionshows
schockiert er gerne mit Pelzkreationen. Am Samstag zeigt er erstmals
eine Kollektion in Zürich.
In den grossen Modemetropolen Paris, Mailand und New York ist Julien
Macdonald fast unbekannt. Lediglich Modejournalisten und
Fashionexperten kennen seinen Namen.
Ganz anders in Grossbritannien.
Dank seiner Rolle als Juror in der TV-Show «Britain’s Next Top
Model», vergleichbar mit Heidi Klums «Germany’s Next Topmodel», ist
er seit 2010 im ganzen Land bekannt. Und polemisiert wie kein
anderer Juror der Sendung. Letztes Jahr beleidigte er vollschlanke
Frauen, als er in der Sendung verlauten liess, «es wäre ein Witz»,
wenn ein Model mit einer Kleidergrösse über 38 den Wettbewerb
gewinnen würde. Ein Jahr später ereilte ihn plötzlich ein
Sinneswandel. «Vollschlanke Mädchen können es auch gegen solche, die
nur halb so viel wiegen, aufnehmen. Diese Show hat mir die Augen
geöffnet.»
«Vergesst Kristalle. Tragt Pelz!»
Für weitaus
grössere Skandale sorgt Macdonald mit seiner Vorliebe für Pelz. In
seinen Kollektionen präsentiert er regelmässig Pelzmäntel. Und
schert sich einen Deut darum, wenn Aktivisten der
Tierschutzorganisation Peta seinen Laufsteg stürmen und Plakate mit
«Fur Kills» (Pelz tötet) und «Fur Is Dead» (Pelz ist tot) in die
Kameras halten. «Ich liebe Pelz. Nichts auf der Welt liebe ich mehr.
Nichts hat mehr Glamour als Pelz. Vergesst Kristalle. Tragt Pelz!»,
schwärmte Macdonald im März 2011 in einem Interview mit
Videofashion. Er hat keine Absicht, auf Pelz zu verzichten. «Wenn
ich bei meinen Kollektionen plötzlich auf Pelz verzichte, dann kann
ich meinen Laden gleich dichtmachen. Fast 60 Prozent meines
Geschäfts ist auf den russischen Markt ausgerichtet; meine grössten
Verkäufe erziele ich mit Pelz. Russinnen verlangen Pelzmäntel und
wollen nichts anderes tragen, weil es bei ihnen in Russland so kalt
ist und sie trotzdem modisch aussehen wollen», rechtfertigte sich
der Designer in einem Interview mit der Zeitung «The Independent».
Eine Ladung Mehl für Paris Hilton,
eine Schelte von Pamela Anderson
Auch Bling-Bling-Girl Paris Hilton trägt gerne echten Pelz. Und
zeigt sich immer wieder gerne im Rampenlicht. Für Macdonald schritt
sie im Februar 2006 als Model über den Laufsteg. Nach der Show fuhr
sie mit dem Designer zu einer Party. Vor dem Eingang wurden sie von
Tierschutz-Aktivisten mit Mehl beworfen. Die beiden Promis nahmens
gelassen und lachten.
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Julien Macdonald
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Quelle
Wie immer und überall gilt auch bei Pelzen:
Wo keine Nachfrage, da kein Angebot!
Gerade die Reichen und Prominenten sollten mit gutem Beispiel voran gehen und Zeichen setzen, damit die Meinung über Pelz korrigiert wird:
Pelz hat NICHTS mit Glamour zu tun und Pelz ist KEIN Ausdruck von "Reichtum"!
Pelz heißt TIERLEID und das Tragen von Pelz ist ein ARMUTSZEUGNIS!

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