Delfin-Therapie - ist doch klasse, oder???


Wir alle kennen sie: die tierischen Stars aus dem Fernsehen. Als ich Kind war, wollte ich auch einen Lassie haben und auf Fury reiten. Und wie gerne wäre ich mit Flipper zusammen mal geschwommen. Gerade Flipper, der schlaue Delfin, der scheinbar immer lächelte und immer zur Stelle war, wenn man Hilfe brauchte. Als Kind liebt man sie einfach! Auch heute noch liebe ich Delfine – diese wundervollen, intelligenten Meeressäuger mit ihrem freundlichen Wesen.



Heute jedoch sehe ich das Leben der Delfine in Gefangenschaft mit anderen Augen und bewerte das, was sie in Delfinarien – als Artist oder Therapeut – vollbringen müssen, mit großer Skepsis und Kritik.

Warum belustigen diese Tiere die Besucher der Shows und warum schwimmen sie behutsam mit kranken Menschen, die sich Heilung davon versprechen? Weil sie es gelernt haben, weil es ein wenig Abwechslung in ihren langweiligen Tag bringt, weil sie Hunger haben und für einen Fisch als Belohnung fast alles tun.

Die Delfine in Delfinarien oder „Therapie-Becken“, die nicht im geringstem dem entsprechen, was ein Delfin in Freiheit genießen kann, dienen letztendlich nur einem einzigen Zweck: die Kassen der Betreiber zu füllen. Die Tiere fristen ein trauriges, qualvolles Dasein, man hat sie um ihre Freiheit in den Meeren betrogen. Letztendlich sind sie Opfer, die für unseren Wohlstand ausgebeutet werden und leiden müssen, ungeachtet dessen, dass die Wirksamkeit von Delfin-Therapien wissenschaftlich niemals belegt wurden.
Und dass Menschen strahlen und glücklich sind, nachdem sie mit Delfinen schwimmen durften, liegt auf der Hand, denn es ist – für kranke wie gesunde Menschen – ein einzigartiges Erlebnis! Kaum einer macht sich Gedanken darüber, welchem Stress die intelligenten Meeressäuger ausgesetzt sind, wenn sie direktem Menschenkontakt ausgesetzt sind und keine Möglichkeit haben, dem zu entkommen.

Tiere als Therapieform – wir befürworten das grundsätzlich schon, aber nur dann, wenn dem Tier damit verbunden kein Leid entsteht oder zugefügt wird und es sich bei dem menschlichen Kontakt wohl fühlt. Tiere können sehr gute „Therapeuten“ sein. Wir erleben das oft, wenn wir beispielsweise Kindern oder älteren Menschen den Kontakt zu Tieren ermöglichen. Alleine die Zuwendung und Nähe des Tieres kann kleine Wunder bewirken und einem erkrankten Menschen ein entspanntes, ausgeglichenes und zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern.
Wir arbeiten hier jedoch mit Haustieren, die den Menschenkontakt gewohnt sind und ihrerseits die Streichel- und Schmuseeinheiten des Menschen genießen können.



Delfine sind Wildtiere. Der Kontakt zu Menschen, die in ihrem natürlichen Lebensraum für die Delfine gleichsam „Gefahr“ bedeutet, stellt für Delfine einen unglaublichen Stress dar. Viele dieser Tiere haben es an eigenem Leib erfahren müssen, als sie gefangen wurden und von da an ein Leben auf engstem Raum führen mussten. Das Wildtier Delfin gehört einfach nicht in kleine Betonbecken, um – ob als Unterhaltung oder Therapie-Tier - dem Menschen kommerzielle Dienste zu leisten, denn einen anderen Hintergrund haben die so freiheitsliebenden Delfine in Gefangenschaft nicht!. Sie werden missbraucht, um „geschäftstüchtigen“ – teils skrupellosen – Menschen „die Kassen zu füllen“.

Unsere Meinung ist eindeutig:
Wir sagen „Nein“ zur Delfin.Therapie, da diese ein äußerst fragwürdiges, wissenschaftlich nicht belegbares und einseitiges „Geschäft“ zu Lasten und zum Leid dieser wundervollen Meeressäuger ist.


Weitere, interessante Informationen zur Delfin-Therapie
:

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