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Die Ausbildung von Jagdhunden für die Baujagd erfolgt mit
lebenden Füchsen, die um ihr Leben kämpfen! Dieses
"Spektakel" geht einher mit schweren Verletzungen bei Hund
und Fuchs. Für dem Fuchs endet es mit dem Tod.. |
Was sind Schliefanlagen?
Schliefanlagen dienen der Ausbildung von Erdhunden zur Baujagd auf
Füchse und Dachse. Bei dieser Art der Jagd
werden kleine, aggressive Jagdhunde in den Fuchsbau geschickt, um
dort verharrende Füchse heraus zu jagen. An den Ausgängen warten
währenddessen die Schützen darauf, zum Schuss zu kommen. Mutige
Füchse lassen es bisweilen auf einen Kampf mit dem Hund ankommen,
der im schlimmsten Fall für beide Beteiligten tödlich enden kann,
meist aber zumindest zu gravierenden Verletzungen führt. In
Internet-Foren zur Jagd finden sich zahlreiche Bilder übel
zugerichteter Jagdhunde, mit denen Jäger die "Raubwildschärfe" ihrer
Hunde beweisen.
Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass Wildtiere
Rückzugsgebiete und Ruhezonen brauchen, in denen Eingriffe und
Störungen vermieden werden sollten. Für die vielen Jägern verhassten
Füchse scheint dies nicht zu gelten: Bei der Baujagd werden sie an
genau jenem Ort bekämpft, an dem sie Schutz suchen, an den sich
zurückziehen, wo sie ihre Jungen zur Welt bringen und während der
ersten Wochen großziehen. Ihr letzter Rückzugsort wird so zur Falle,
an dem sie in Panik versetzt und getötet werden.
In der Schliefanlage werden Jagdhunde an lebenden Füchsen zur
Baujagd abgerichtet. Die betreffenden Füchse werden oft zu Beginn
der „Ausbildungssaison" gefangen, zwischen den
Ausbildungsabschnitten in Käfigen wie dem im Frankenberger Wildpark
gehalten, und am Ende der Saison von Hund oder Jäger getötet. Die
Schliefanlage selber besteht aus einem System von Betonröhren, durch
das der abzurichtende Hund den Fuchs jagt. Um die Tötung des
Übungsfuchses in frühen Phasen der Ausbildung durch den Jagdhund zu
vermeiden, sind einzelne Abschnitte der Anlage durch Schieber
abtrennbar.
Dennoch kommt es Augenzeugenberichten zufolge immer wieder zu
schweren, nicht selten tödlichen Verletzungen auf Seiten des
Fuchses. Aus jagdlicher Sicht ist dies bisweilen durchaus nicht
unerwünscht, da nur so "der Fuchs (...) in seiner unmittelbaren
Wehrhaftigkeit (...) kennengelernt wird", wie Jagdautor Dirk Neumann
schreibt. Unabhängig davon bedeutet das wiederholte Gejagtwerden für
den Fuchs extremen Stress und Todesangst; er ist ohne
Fluchtmöglichkeiten seinen Feinden Mensch und Jagdhund ausgeliefert,
was bis hin zum Tod durch Herzinfarkt führen kann.
Im Auftrag des Schweizer Tierschutzes STS kam 2009 eine Studie,
durchgeführt von Dr. Sandra Gloor und Dr. Fabio Bontadina von SWILD,
zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von lebenden Füchsen bei
Bauprüfungen und Übungen am Kunstbau aus verhaltensbiologischer
Sicht als Tierquälerei bezeichnet werden muss.
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof war hierzu 2002 jedoch anderer
Meinung, es sah keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

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