Ein neues Siegel ist geboren:
das "Tierwohl-Label"
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... aber sie haben sich doch wohl gefühlt, bevor sie - nach einem viel zu kurzen Leben - einem angstvollen und unwürdigem Tod entgegensehen mussten!. |
Nun haben wir es: das Tierwohl-Label, das unseren Fleischkonsum noch genussreicher werden lässt, denn wir wissen ja, dass sich die Tiere ja "wohl gefühlt" haben.
Von einem kurzen Leben und einem grausamen Tod will man nicht mehr reden, denn sie waren ja glücklich!
Zum Hintergrund:
Göttingen,01.07.2011
Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Kassel haben gestern zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Verein Neuland sowie Unternehmen der Schlacht- und Lebensmittelbranche (Vion, Coop) erste Kriterien des Siegels auf einer Fachtagung öffentlich vorgestellt. Das freiwillige Label definiert Standards für Aufzucht, Mast, Transport und Schlachtung von Masthühnern und Mastschweinen, so die Beteiligten in einer Medieninformation. Die Mehrkosten sollen die Kunden im Supermarkt bezahlen. „Wir sehen, dass es Verbraucher gibt, die dazu bereit sind“, wird Dr. Heinz Schweer vom Lebensmittelkonzern Vion in der Presse zitiert.
Die Vion Food Group baut bereits mit dem Lebensmitteleinzelhändler Coop in Kiel ein Tierwohlprogramm mit dem Label des Deutschen Tierschutzbundes auf. Ausgezeichnet wird das Fleisch im Coop-Markenfleischprogramm “Landklasse”. In den nächsten vier bis sechs Wochen wollen die Kieler damit beginnen, ihr Landklasse-Fleisch in den Bedientheken der Märkte mit dem neuen Logo zu kennzeichnen, so Timo Helf, verantwortlich für den Einkauf Fleisch/Wurst/Konserven im Gespräch mit der Lebensmittel Zeitung.
Das als mehrstufiges System konzipierte Gütesiegel soll zunächst in der Hühner- und Schweinemast umgesetzt werden. Zwei Arbeitsgruppen entwickeln derzeit Kriterien für Management und Haltung sowie tierbezogene Kriterien, die jeweils in den Bereichen Mast, Transport und Schlachtung gelten werden. „Die Einhaltung der Richtlinien will der Tierschutzbund kontrollieren“, heißt es in einem Zeitungsbericht .
Mastschweine sollen in Zukunft mehr Platz im Stall bekommen. Der Stall soll nach Funktionsbereichen strukturiert und zumindest teilweise eingestreut sein. Auf das Kupieren der Schwänze sowie die Ferkelkastration ohne Betäubung soll künftig verzichtet werden. Zudem müssen mehrere tierbezogene Kriterien wie eine geringe Sterblichkeitsrate und eine geringe Rate an Verletzungen, Lahmheiten oder organischen Erkrankungen erfüllt werden.
In der Masthühnerhaltung ist der Einsatz langsam wachsender Rassen, ein größeres Platzangebot pro Tier sowie die Schaffung von Aufbaum- und Sitzmöglichkeiten geplant. Ähnlich wie bei den Mastschweinen sollen unter anderem die Sterblichkeitsrate, die Fußballengesundheit sowie Lahmheiten als tierbezogene Kriterien berücksichtigt werden. Für die Schlachtung wird eine Betäubung mit CO2 angestrebt.
Das Tierwohl-Label ist als dynamisches System angelegt. Langfristig sollen die gesamte Wertschöpfungskette und alle relevanten Tierarten sowie Haltungsformen mit einbezogen werden. Anfang kommenden Jahres sollen die ersten verbindlichen Standards für das Tierwohl-Label endgültig feststehen.
Da stinkt doch was?
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Was mir an der ganzen Sache "stinkt": ich verliere früh mein Leben, damit die Fleischindustrie auch zukünftig viel Geld verdient und der Genuss meines Fleisches weiter legitimiert wird. Na ja, schließlich will mich der Fleischesser ja auch mit einem guten Gewissen essen, denn er weiß nun: |
Ich habe ich mich in meinem kurzen Leben sauwohl gefühlt! Wer fragt schon danach, ob ich viel lieber weitergelebt hätte?
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