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Immer wieder erzählen
Jäger, dass sie mit der Jagd Überpopulationen eindämmen
müssen: Die Problematik der Überpopulation wird jedoch von den Jägern selbst produziert, wie in zahlreichen wissenschaftlichen Studien eindeutig belegt werden konnte. Demnach ist die Jagd zur Bestandsregulierung kontraproduktiv, da in bejagten Gebiete mehr Nachwuchs zur Welt kommt, als in jagdfreien Regionen. |
Die Erklärung hierfür liegt einfach in den
Naturgesetzen, denen Wildtiere unterworfen sind und denen sie
instinktiv folgen:
Beispiel: Fuchs

In unbejagten Gebieten setzt sich die
füchsische Familiengemeinschaft in der Regel aus einem Rüden, einer
rangältesten Füchsin und einigen Füchsinnen aus dem vorjährigen Wurf
zusammen. Nur die rangälteste Füchsin bringt Welpen (in der Regel
2-3) zur Welt, während die Töchter, obwohl reproduktionsfähig, sich
lediglich an der Nahrungsbeschaffung und Aufzucht des Nachwuchses
beteiligen. Durchschnittlich wurde festgestellt, dass sich etwa 60%
der reproduktionsfähigen Weibchen nicht an der Fortpflanzung
beteiligen (maximal 81%).
Durch die Fuchsjagd brechen diese stabilen
Sozialstrukturen auseinander, und jede reproduktionsfähige Füchsin
beteiligt sich an der Fortpflanzung, und dies mit erhöhter
Welpenanzahl (durchschnittlich 5 - 6 Welpen).
Beispiel:
Wildschwein

Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum
von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet
im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit
einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde nun
im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn
hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen
wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird.
Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife
deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, so dass
bereits Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das
Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine ist bei
hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig Jäger
unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich
geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst
bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein. (vgl. Servanty et alii,
Journal of Animal Ecology, 2009) Mit dieser Studie ist bewiesen,
dass die starke Vermehrung bei Wildschweinen nicht auf nur vom
Futterangebot abhängt, sondern auch von der intensiven Bejagung.
Auch in der Schweiz konnten Studien belegen, dass die
Steinbock-Population in nicht bejagten Gebieten wesentlich
geringer ist, als in bejagten Regionen.
Natürlich folgt auch der Steinbock – wie jedes andere Wildtier auch
– den natürlichen Instinkten und Naturgesetzen.
Fazit:
Die Fakten, die für jagdfreie Gebiete sprechen, liegen auf der Hand.
Sie sind allesamt wissenschaftlich eindeutig belegt und begründet.
Nur die Jagdverbände und deren Mitglieder wollen hiervon nichts
wissen!
„Bitte keine Beschneidung unserer Jagdlust“ – das
ist das Motto derer, die alljährlich der Jagdsaison entgegenfiebern…
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